Kairo

Die Stadt Kairo, deren Name auf Arabisch so viel wie Eroberin oder die Starke bedeutet, ist die Hauptstadt des Landes Ägypten. Außerdem ist die Stadt die größte der arabischen Welt und sowohl deren als auch Ägyptens wirtschaftliche, kulturelle und politische Mitte. Die Metropole Kairo ist zugleich ägyptischer Regierungssitz, Sitz des Parlaments von Ägypten sowie vieler Universitäten, Theater, Museen, Baudenkmäler und zahlreicher anderer Sehenswürdigkeiten. Kairos Altstadt wurde im Jahr 1979 als Weltkulturerbe von der UNESCO anerkannt und wird von einem vom Präsidenten ernannten Gouverneur geleitet.

Die Einwohnerzahl Kairos beträgt etwa 8 Millionen, die Stadtfläche umfasst 214 km². Kairo liegt im nordöstlichen Ägypten auf der rechten Seite des Nilufers. Auch die Inseln Roda und Gezīra gehören zum Stadtgebiet Kairos. Im Norden der ägyptischen Hauptstadt verläuft das bis zum Mittelmeer reichende Nildelta. Westlich von Kairo liegen mit den historischen Pyramiden sowie der Großen Sphinx von Gizeh zwei der weltweit bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Ägypten, während man im Süden das historische Memphis findet.

Die Hauptstadt am Nil ist Teil der subtropischen Klimazone, was bedeutet, dass dort ein trockenes, sehr warmes Wüstenklima vorzufinden ist. Die durchschnittliche Jahrestemperatur Kairos beträgt 21,7 °C. Wärmster Monat in Kairo ist mit etwa 28 °C der Juli, während die durchschnittliche Temperatur des kältesten Monats Januar im Mittelwert 13,9 °C beträgt. In den überaus heißen Sommermonaten können in Kairo Sandstürme und Höchsttemperaturen von 35 °C auftreten. Ein wenig Niederschlag gibt es in der Hauptstadt Ägyptens lediglich zwischen den Monaten November und März. Sowohl in der Landeshauptstadt Kairo als auch im restlichen Ägypten spricht man Ägyptisch-Arabisch, den bedeutendsten neuarabischen Dialekt. Verbreitete Fremdsprachen sind, auch beeinflusst und geprägt durch den Tourismus, Englisch, Französisch und Deutsch. Kairos Hauptreligion ist der Islam. Etwa 90 % der Stadtbewohner sind sunnitische Muslime. Die Mehrzahl der restlichen 10 % bilden die koptischen Christen, gefolgt von kleinen jüdischen und griechisch-orthodoxen Gemeinden.