Hatschepsut Tempel

Hatschepsut war eine altägyptische Königin und nach ihr benannte man auch den Tempel, der am Westufer des Nils, nahe Theben steht. Dieser Totentempel, der der Hatschepsut geweiht war, stammt aus der 18. Dynastie, genau wie der Tempel in Deir el-Bahari, der ebenfalls zu der Anlage zählt. Man könnte schon sagen, der Tempel hat eine eigenwillige Architektur mit seinen offenen Pfeilerhallen und den Terrassen. Man errichtete den Tempel aus reinem Kalkstein und baute ihn in den Felsen.

Es gibt einen Talkessel in der Nähe von Deir el-Bahari, der den Göttern Hathor und Amun-Re gewidmet wurde. Man nutzte den Tempel bis in die ptolomäische Zeit. Danach entstand aus dem Bauwerk ein Phoibammon Kloster, welches bis ins 11. Jahrhundert genutzt wurde.

Man erbaute den Tempel in ca. 15 Jahren, während der Regierung von Hatschepsut und sah den Hofmeister Senemut als Architekt der Meisterleistung an. Alles deutet daraufhin, dass er derjenige war, der den Tempel erschaffen hatte, denn es gibt auch ein Grab unter der ersten Terrasse, welches versteckt wirkt. Es soll angeblich ein Verhältnis zwischen der jungen Götting und ihrem Hofmeister gegeben haben. Er wurde jedoch nicht unter dem Tempel bestattet, die Gründe dafür sind jedoch unbekannt. Gab es damals schon Liebeleien unter Volk und Königen? Es gab eine Damnatio memoriae. Hier wurde der Tempel sehr stark beschädigt. Auch die Statuen und Wandmalereien im Tempel wurden vernichtet. Erst im 19. Jahrhundert haben wir es Auguste Mariette zu verdanken, dass der Tempel wieder freigelegt wurde. Doch das war noch nicht alles. Man dokumentierte nichts, bis 1893 bis 1897 und dann später 1903 bis 1906 Edouard Navielle auftauchte und die jahrtausendalten Steine wieder freilegte. Er gelangte durch das Kloster und die Umbauten auch an die ursprünglichen Tempelteile und setzte diese frei. 7 Bände schrieb er für die Nachwelt nieder und beschrieb, wie er die Ausgrabungen vornahm.

Es gab dann weitere Ausgrabungen, die sich um den Tempel rankten. Diese wurden zwischen 1911 und 1931 durchgeführt. Herbert E. Winlock ist derjenige gewesen, der alles in die Wege leitete und noch heute gibt es die Ausstellung der Schätze im Museum of Art. Auch er dokumentierte fleißig seine Funde und die Geschichte der Ausgrabungen.